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Donnerstag, 29. Oktober 2015

Wie geht eigentlich...

... Patchwork?

Diese Frage beantwortet das neue Buch im Haupt Verlag "Quilt Essentials" von Erin Burke Herris. Viele Blogger lesen im Moment darin und darüber, denn der Verlag hat eine Rezensions-Blogtour gestartet. Über Barbaras Eintrag bin ich darüber gestolpert. 
Ihr kennt meine ersten Versuche im Patchworken? Die Elefantendecke von SewFreshQuilts?
Die Anleitung zu diesem Quilt war toll beschrieben, es ging recht fix von der Hand.
Aber für eigens ausgedachte Projekte braucht man etwas mehr "Anleitung", mehr Wissen und letztlich Übung!
Ich bestellte mir also das neue Buch, verschlang es in einem Haps, und plante drauf los. Eine Decke für mein Tagesbett im Kinderzimmer sollte es werden. Die benötigte Quiltgröße wird Anhand der Matrazengröße und des gewünschten Überhangs berechnet. Am einfachsten fertigt man sich auf Karopapier eine Skizze an.  Erst der Rahmen, dann geht man nach innen und zeichnet die Blöcke ein.
Zuerst dachte ich an einen 4-Jahreszeitenquilt. Also 4 Farbschemen die die Frühlings-/ Sommer-/ Herbst- und Winterfarben zeigen sollten. Jeder der 4 Bereiche sollte aus 6 Blöcken bestehen. So weit, so gut. Aber !!! Ich wollte für diese Decke (fast) keine Stoffe kaufen. Also bin ich durch die Bastelkiste gestiegen, habe geschaut wie der Herbst sich in meinen Stoffen findet - und bin etwas ratlos wieder aus der Kiste gekrochen. So wie gedacht klappte es nicht.
Ich habe nun 4 Farbthemen gefunden, blau - grün - grau - gelb.
Gesamt sollen es 24 Blöcke werden (6 pro Farbthema). Bei den gelben Stoffen habe ich keine 6 zusammen bekommen, dafür bei den anderen ausgeglichen. Der Großteil der ausgewählten Stoffe stammt aus Buttinettes Quiltpaketen (praktisch: 7 Stoffe zu 30x70cm), daher passen sie mit ihren Farbwerten ganz gut zusammen. 
Hier ein paar Beispiele: grau - gelb - blau - grün.

Mein Entwurf sieht nun also die 24 Blöcke vor, getrennt durch Gitterstreifen (engl. sashing genannt) und einen Rahmen aus 3 Randstreifen.
Die ausgewählten Stoffe haben natürlich andere Farbwerte, aber mit Powerpoint und paint.net gehts nicht viel anders. Wie sich der Stoffverbrauch berechnet, erklärt Erin Burke Herris ganz toll.
Meine Blöcke sollen 10x10 Inch groß sein.
Das Zuschneiden der Einzelteile habe ich mir einfach gemacht: pro Stoff werden 11,5 x 11,5 Inch benötigt (wegen der Nahtzugaben). 
Dieses Quadrat wird mit 4 Schnitten in 
1 Stück à 6,5 x 6,5 Inch
4 Stück à 2,5 x 2,5 Inch und 
4 Stück à 2,5 x 6,5 Inch zerteilt. 



Es bietet sich an, denn die Stoffteile bleiben dann im Fadenlauf / Musterlauf gleich so wie sie auf die Decke sollen.
Das wird mit allen 24 Stoffen gemacht und dann kann gepuzzelt werden.


Ich wollte vermeiden das die 4 Farben direkt aneinanderstoßen. Hat leider nicht immer geklappt, denn bei den gelben Stoffen fehlen ja einige Teile.

Der nächste Schritt ist das Zusammennähen der Blöcke. Dazu werden die Teile erst in Streifen aneinander genäht, dann in Reihen.
Die Nahtzugaben werden entweder alle geöffnet, oder in eine bestimmte Richtung gebügelt. Bei den äußeren Teilen (kleines Quadrat an Streifen) habe ich die NZG in Richtung der kleinen Quadrate gebügelt, bei dem Mittleren Streifen in Richtung des großen Quadrates. Das ist wichtig, denn sonst gibt es dicke Knubbel beim Nähen! Beim fertigen Block sind die NZG zu den Randstreifen gebügelt.

Als nächstes geht an die Gitterstreifen. Ich habe gestern einen neuen Patchworkladen in der Nähe des Bahnhofes gefunden, und bin sehr begeistert von Auswahl und Beratung. Frau Ines Butterwegge half mir sehr bei der Auswahl der zwei braunen Stoffe für die Gitterstreifen und den Rand. 
Jetzt braucht man ein bisschen Mathematik... aber mit der Anleitung aus dem Buch klappt es ganz gut. Es werden die Längen und Breiten der Gitterstreifen und der Randstreifen berechnet. Dann wird entschieden wie die Teile zugeschnitten werden sollen, also im Fadenlauf oder im sog. Querfadenlauf. Das beeinflusst die Stabilität der Streifen.
Dann wird die Stoffbreite ohne Webkanten bestimmt, und nun mit etwas Tüftelei die Anordnung der Streifen auf dem Stoff festgelegt.
Für diesen Quilt benötigt man also 18 Gitterstreifen längs zwischen den Blöcken (fertige Breite 1,5 Inch) und 5x quer (ebenfalls 1,5 Inch breit). Die Länge der Längsstreifen richtet sich nach der Höhe der Blöcke (10 Inch fertiges Maß, aber mit NZG von je 1/4 Inch macht es 10,5 Inch). Die Länge der Streifen zwischen den Reihen beträgt 44,5 Inch (4 Blöcke à 10 Inch + 3 Gitterstreifen à 1,5 Inch Breite) + 2x 1/4 Inch NZG = 45 Inch.

Für den ersten Rahmen aus dem dunkelbraunen Stoff sollen die Streifen 2 Inch breit sein. 
Der helle (2.) Rahmen soll 3 Inch breit werden, und der 3. Rahmen - wieder in Dunkelbraun- soll dann 4 Inch breit sein.

Die Rahmenbreite richtet sich nach dem Motiv, und letztendlich kann man durch die Rahmen die Decke ganz einfach vergrößern ohne noch mehr Blöcke einzufügen.

Die Randstreifen musste ich oft noch in 2 Teile teilen, denn die Stoffbreite hat hierfür nicht ganz gereicht. 

Nach 2 Wochen mit täglich ein paar Stunden nähen ist das Top (also die Oberseite) fertig! Ich bin nun bei einer Gesamtgröße von 63" x 84" gelandet, also etwa 1,60m x 2,15m. Bei der Matrazengröße von 1,40m x 2,00m sieht es toll aus!



Bitte entschuldigt das schiefe Bild, ich musste auf den Kratzbaum klettern um alles drauf zu bekommen (und wäre beinah runter gefallen...)

Soweit, so gut.
Jetzt kommt die Rückseite dran. Die Breite der Decke ist mit 1,60m natürlich breiter als die erhältlichen Standartstoffe (1,40-1,45m) und als Patchworkstoffe (1,10m) sowieso. Es gibt zwar Stoff in Überbreite, aber der ist oft schwer zu bekommen und hat seltsame Farben. 
Ich werde einen uni farbenen Baumwoll Stoffin Standartbreite verwenden und die fehlende Breite duch gesamt 8 Blöcke ausgleichen, die ich versetzt mittig anordne. Dazu später mehr!

Macht es euch schön!
 

Freitag, 16. Oktober 2015

BEN trifft LUISA

... und es ist zuckersüß!

Luis trägt nun mittlerweile Größe 80. Und immer wenn ein Kind in Schüben wächst, müssen schnell viele neue Klamotten her. Das riesige Paket von Freunden hat mir ein bisschen den Druck beim Fertigstellen diverser angefangener Projekte genommen, denn die vielen Hosen kann er gar nicht alle anprobieren bis er wieder wächst.
Für die Kita gab es nun eine Wohlfühl-Kombi. 

Für obenrum habe ich ein neues Schnittmuster ausprobiert. BEN for BOYS von bunteknete. Es kommt in den Größen 74-128 daher und ist echt interessant geschnitten und sehr einfach vernäht. Wer mag, kann noch eine Kapuze annähen.
Vorn gibt es Jerseytaschen und geschwungene Linienführung, im Rückenteil ist ein bogenförmiger Einsatz drin. Den musste ich leider mit einer Mittelnaht versehen, da der Stoff nicht gereicht hat. Die Teilungen sind toll zum Stoffe mixen. Das hab ich auch gleich getan.

 Die Hose ist von Schnabelinas Bodykleid LUISA. In der Weite habe ich eine 80, in der Länge einen 68 geschnitten. Luis hat nämlich zu kurze Beine. Anscheinend. Aber Nunja. Er kommt klar damit :)
Oben ist ein Gummizug drin, am Po gibt es eine kleine Tasche mit dem coolen Eisbären drauf. 

Die Eisbären, der graue Sweat und der Ringeljersey sind vom Stoffmarkt (jaja, ich weiß, ich wollt dieses Jahr nix mehr kaufen, aber Winterstoffe hatte ich gar keine ...).








Luis ist endlich komplett eingewöhnt in der Kita. Nach 4 Wochen ist er "angekommen" bzw "aufgetaut". Er schläft, isst, spielt und schmust nun dort. Ich freue mich sehr, das es ihm gut geht, er sich wohlfühlt und er eine Menge lernen kann und entdecken wird!
Inzwischen zieht er sich überall hoch, steht dann da und genießt die Aussicht, haut mit der flachen Hand überall drauf rum (Stuhl, Couch, Treppenstufe, Klodeckel, Mamas Kopf, ...) und er krabbelt nun wie die anderen Kinder. So richtig mit durchgestreckten Armen und wechselseitigem Arschwackeln. Sehr niedlich. Und er wird jeden Tag sicherer und schneller!
Nichts ist mehr sicher vor ihm. Schubladen in der Küche, Pfandflaschen, einfach alles was er in die Finger bekommt. 
Und er bringt seit etwa 5 Wochen, also seit Kita beginn, jede Woche einen neuen Schnupfen mit Wir sind am Dauerrotzen, inzwischen hats meine Nasennebenhöhlen erwischt. Dankbarer Weise erst nachdem die Mandelentzündung mit Antibiotika ausgemerzt wurde. Anstrengend, dauernd zu schniefen, sich nicht wirklich zu erholen. Gehts einem mal ein zwei Tage besser, kommt gleich die nächste Keule drauf. Hallo?? Immunsystem? Bist du schon im Winterschlaf?

Ich hoffe ihr bleibt gesund! Das nächste Mal zeige ich euch ein neues Kleid. Nur für MICH. Wie toll!

Mittwoch, 2. September 2015

Halli Hallo,
ein Lebenszeichen von uns!

Hier hat sich einiges getan.
Das Kind hat nun ein Kinderzimmer, denn unser großes Bett haben wir in die "Galerie" umgeräumt, dafür steht eine neue Gästecouch unten beim Kind. Noch sind die Nächte zu anstrengend, also schläft der Papa oben und die Mama unten beim Kind. Wenn Luis alle 2-3h Durst / Hunger hat, lohnt es sich für mich nicht schlaftrunkend die 2 Ebenen zu torkeln, bei meinem Glück brech ich mir noch ein Bein dabei :) 

Am Montag gehts in die Krippe. Ich bin sehr gespannt, wie wir die Eingewöhnung meistern werden. Ich bin doch ein wenig wehmütig bei dem Gedanken, den kleinen großen Mann gehen zu lassen. 

Der Herbst steht vor der Tür, also habe ich langärmelige Shirts genäht. Als Grundlage diente Schnabelinas Regenbogenbody. Ich hatte eigentlich vor, etwas Luft zwischen Kind und Klamotte zu lassen, also habe ich in Größe 80 zugeschnitten. Als das erste von 7 Shirts fertig war, stellte ich fest, das Luis wohl gewachsen sein muss zwischen der Idee und der Fertigstellung. tststs... 
Der Kragen war auch viel zu eng, trotz der eingebauten Druckknöpfe. Bei Gelegenheit zeige ich euch mal, wie ich eine Knopfleiste 'fast in Industrie-Nähart' hinbekomme.
Für die Zukunft werde ich zwar weiterhin mehrere Shirts / Hosen etc. auf einmal nähen, aber vor dem Massen-Zuschnitt erst ein Teil komplett fertig nähen. Die 6 anderen Shirts waren ja nicht nur schon zugeschnitten, sondern schon mit einem Ärmel und dem Kragenbündchen fast fertig und damit auch zu eng. Also.... Kragen ab, das Rückenteil mittig zerschneiden, einen farblich passenden Jerseystreifey von 3-4cm Breite einnähen. Den Kragen habe ich weiter ausgeschnitten und ein neues Bündchen angenäht.
Luis trägt nun Shirts mit Rallye Streifen. Sehr süß. Ich glaube er krabblet nun auch schneller :)

Die Stoffe kennt ihr vom Lille-Stoff Post. Die Kombis mit den Interlockjerseys von Stoffe.de gefällt mir richtig gut, auch die Bündchen kaufe ich dort.
Auf dem ersten Bild seht ihr die kleinen Patsche-Händchen vom Sohnemann, er kann schon am Couchtisch stehen und ist mächtig stolz auf sich!

Bei Dawanda habe ich Bio-Leder "ecopel" gekauft, weil ich für den kleinen Läufer bald Puschen nähen möchte. Für mein neues Handy habe ich daraus eine Hülle genäht. In Erinnerung an meinen geliebten Kater, der im April nach kurzer schwerer Krankheit von uns gegangen ist, ist eine Applikation entstanden. (Auf dem Bild kuschelt er mit Luis im Bauch) Das Leder näht sich toll, ein Teflonnähfuß wäre hilfreich gewesen, aber es ging mit ziehen und drücken doch ganz gut. 


Roswitha (Schnabelina) hat eine tolle Halssocke für die kalten Tage erdacht. Aus Sternchensweat und Jersey habe ich eine für Luis genäht. Es ging so ratzfatz, die Rundungen sind mit der Overlock klasse zu meistern. Luis bekommt sie noch nicht selbstständig an und aus gezogen, deswegen habe ich anstelle von einem Klettverschluss 2 farblich passende KamSnaps verwendet. Ich denke, für mich wird es auch noch eine geben. 
Aktuell liegt noch eine Latzhose auf dem Nähtisch, die zeige ich euch das nächste mal.

Macht es gut - habt es schön!

Samstag, 18. Juli 2015

Ein Pullover im Sommer

Für die etwas kühleren Tage oder auch mal Nächte habe ich dem kleinen Mann einen Pullover genäht.
Der Stoff ist von den Selbermachern, Triangel in Blau, glaube ich. Der Schnitt ist der JaWePu von Schnabelina, der Kragen allerdings vom Hamburger Liebe Blog, Kragenlatein #4 . Ideal für den kleinen Dickkopf!

So, das wars schon für heute! Grüße, eure Steffi


Dienstag, 12. Mai 2015

Bauernhof - Die Scheune Teil II und Frederik - das Schwein

Bauernhoftiere nähen 
Hier seht ihr wie die Scheune fertig gestellt wird und wie das Schwein schon mal Probewohnt!


Tag 4 und 5:

Auf die Fassade wird die Tür mit Fenstern, Mittelbalken und Griffen, die Ranke und das Gras und ein Seitenfenster mit Vliesofix (doppelseitig klebende Einlage) aufgebügelt. Die Autorin fasst alle Teile mit einem Zickzackstich ein - aber dieses riesen Gebilde passt nicht unter meine Nähmaschine - und da die Fassade nicht so begrabbelt wird wie zum Beispiel später die Fenster vom Traktor - verzichte ich hier darauf.

Die Teile werden nach der in der Anleitung angegebenen Reihenfolge zusammengenäht. Die Reihenfolge mag seltsam erscheinen, aber durch die Verstärkung der Wände und aufgrund des Formates wird es immer schwieriger die Nähte unter die Maschine zu bekommen, da kann der Freiarm noch so groß sein...

Die Bändchen zum Verschließen der Front werden wie ein Schrägband gefaltet und knappkantig abgesteppt.
 Mit der geplanten Bogenkante am Dach tat ich mich schwer. Die Kante wird doppelt zugeschnitten und beide Teile mit Decovil verstärkt, dann rechts auf rechts zusammengesteppt und gewendet. Das ist eine frickelige Sache, und leider sah es gar nicht schön aus. Ich habe es auch mit nur einer Lage Decovil versucht, aber auch das Ergebnis konnte mich nicht überzeugen. Deswegen habe ich eine gerade Kante angenäht, die mit Magneten anstelle von Knöpfen verschlossen wird.

Dann werden die Dachteile an die Rückwand genäht und alle Seitenteile mit Pappe verstärkt und zusammengsteppt.

Meiner Meinung nach reichen die 2 Lagen Decovil mit der Pappeinlage nicht aus um das Haus dauerhaft stabil hinstellen zu können. Deswegen setze ich in die Rückwand ein Stück Plexiglas (übrig geblieben vom Aquarienumbau) und in die nach vorn offenen Seitenteile (da wo die Bändchen sitzen) werde ich je einen 5cm breiten Streifen Plexiglas einschieben.

Nun müssen die Wände aufgestellt und miteinander verbunden werden. Die Autorin wählt dafür einen Zickzackstich, ich werde aber die Wände von Hand aneinander nähen. Dazu nehme ich Sternzwirn und verbinde die Stofflagen an den Ecken und Kanten miteinander.
Durch die Plexiglas-Einleger ist es so stabil geworden wie ich es mir gewünscht habe. 

Tag 6:
Das Schwein 
wird aus Stoff Nummer 3 - rosa gemustert und Stoff Nummer 11 - hellgrau gemustert genäht.
Die Autorin verwendet Clover Jojo Schablonen um Nase und Füße herzustellen, aber mit dieser Anleitung hier klappt es auch ohne ganz gut.
Die Ohren werden mit einer Clover Schablone für Kanzashi-Blüten gefertigt - ich habe die Ohren nach Gefühl gefaltet und geschaut wie es am besten aussieht. Frederik hat ein großes und ein kleines Ohr bekommen.
Die Augen sind aus weißem Filz und wurden mit Vliesofix aufgebügelt - die Pupille mit einem schwarzen Filzstift aufgemalt.

Es hat Spaß gemacht den Frederik zu nähen, vielleicht kommen noch Ferkel hinzu ? 

Freitag, 8. Mai 2015

Bauernhof - Die Scheune

Weiter geht's mit dem Bauernhof:

Ich beginne mit der Scheune, denn darin kann ich bis zur endgültigen Fertigstellung aller Tiere und der Decke alles verstauen.
Tag 1:

Stoffe kaufen und waschen

Tag 2:

Scheune - Decovil Teile schneiden. Ich habe die Breite der Scheune von 46 auf 45cm geändert, damit beim 90cm breiten Decovil weniger Verschnitt ist. Somit passen je zwei Teile (Boden, Rückwand oder Fassade) neben einander.

Der gewellte Rand am Dach musste auf die neue Breite angepasst werden.


Zum Aufbügeln ziehe ich auf den Fußboden um und lege einen Bettbezug unter den Stoff. 
Decovil wird mit der beschichteten Seite auf die linke Seite des Stoffs aufgelegt, mit einem feuchten Tuch abgedeckt (oder mit Dampf) auf Stufe 2 für je 6sec aufgebügelt. Um die Haftung zu verstärken soll es etwa 30min liegend abkühlen.

Als der Sohnemann endlich schlief sind die 6 Teile für Boden, Rückwand , Fassade und die 4 Seitenwände sowie die 2 Dachteile und die Bogenkanten am Dach fertig aufgebügelt und mit entsprechender Zugabe ausgeschnitten.
Aber warum 6 Teile?  Die Scheune wird Doppelt gearbeitet und teils mit Pappe verstärkt. Am Beispiel der Seitenwand sieht das dann so aus:

Stoff-Decovil-Pappe-Decovil-Stoff.

Tag 3:

Als Pappverstärkung werden (laut Buch) 3 Bögen A1-Bastelpapier von 2mm Stärke benötigt. Ich habe 3 Bögen von 50x70cm Tonkarton im Bürofachmarkt gefunden, kurz überschlagen ob die Teile alle drauf passen und mich an der Kasse etwas erschrocken. Etwa 2,50€ kostet so ein Bogen... Naja, für den Sohn nur das Beste :)

Die Pappteile zeichne ich an und schneide sie mit dem Cutter-Messer auf der Schneidematte aus. Die Rollschneiderklingen sind mir dafür zu Sshade (obwohl ich extra eine für Papier gekennzeichnet habe - die kommt aber nur für Butterbrotpapier zum Einsatz).

Mittwoch, 6. Mai 2015

Einkaufsliste



Hallo!
Weiter geht's mit dem Bauernhof.
 
Gestern war ich im Stoffladen und habe alle benötigten Stoffe für das Bauernhofprojekt eingekauft... puuh... ganz schön viel zu schleppen (und zu waschen).


 
Stoff
Farbe
Größe
1
gelb uni
50 x 140
2
gelb gemustert
120 x 110
3
rosa gemustert
75 x 110
4
weiß gemustert
210 x 140
5
rot uni
25 x 140
6
rot gemustert
150 x 110
7
dunkelgrau uni
130 x 140
8
dunkelgrau gemustert
110 x 110
9
hellblau gemustert
40 x 110
10
hellgrau uni
320 x 140
11
hellgrau gemustert
25 x 110
12
olive gemustert
50 x 140

Dazu noch 2,1m Decovil. Das macht im gesamtem mehr als 13m Stoff, also ein Projekt was die Restekiste bei weitem übersteigt.

Die uni-Stoffe liegen 140cm breit , alle von der gleichen Qualität, die meisten gemusterten sind nur 110cm breit, kommen aus der Patchworkecke und bestechen durch ihre Farbbrillianz.
Decovil ist eine aufbügelbare Versteifung für z.B. Taschenböden - oder eben Scheunenwände und Heuwagen :)
Die beiden roten Stoffe drehen ihre Runden in der Waschmaschine, die anderen Farben kommen gleich gemeinsam rein.

Bevor ich mit dem Zuschnitt anfange, muss ich noch eine Pullover und eine Jacke für den Zwergenkönig sowie einen neuen Trageeinsatz für meine Jacke fertig stellen (bevor der Junge schon wieder gewachsen ist...)


Habt einen schönen Tag

Dienstag, 5. Mai 2015

Bauernhoftiere nähen

Hallo!

Mein Papa hat mir ein Nähbuch geschenkt ... und damit was tolles angerichtet!

Vor ein paar Tagen war das Buch "Bauernhoftiere nähen"  von Nadine Bazantay , erschienen im TOPP Verlag , im Briefkasten und es hat mich sofort in den Bann gezogen!

Die Autorin beschreibt auf liebevolle Art wie die Tiere auf dem Bauernhof leben und gibt detailreiche Anleitungen mit vielen Fotos und Schnittmustern in original Größe zum Nacharbeiten.

Es können folgende Tiere genäht werden:
Hulda, das Huhn, und seine Küken
Schnatterliese und Schnatterlotte (die Gänse)
Adelrose, die Kuh
Pigasus, das Schwein
Löckchen, das Schaf
Springinsfeld, die Ziege

Zusätzlich ensteht ein Traktor mit Anhänger und Heuballen, eine große Spieldecke, die Platz für die verschiedenen Tiere bietet und auf der der Traktor umherfahren kann sowie eine Scheune (in der am Abend alles verstaut werden kann).

Es ist mal wieder ein riesen Projekt... aber genau das richtige für mich.

Ich habe eine Excel Liste erstellt, in der ich die Maße und Teile pro Stofffarbe eingetragen habe. Jetzt fahre ich zum Stoffladen und werde ausgiebig in der Patchwork-Ecke stöbern gehen!

Bis später

 

Happ, zwei, drei vier.....

...
Haltet Trapp, zwei,
drei vier!
Munter schreiten
Durch die Flur
Elefanten mit Bravour,
und sie stapfen stolz
durch das Unterholz.....


(Col. Hathis Marsch aus Disneys Dschungelbuch)


Beim Stöbern durchs Netz schaue ich mir gern Blogs an, bin vor einer ganzen Weile bei dem hier hängen geblieben und habe ganz spontan die Elefantenparade geplant und genäht.  (Die anderen Decken mit Giraffen und Affen reizen mich ja auch sehr....)


Die Stoffe habe ich im hiesigen Stoffgeschäft und auf der Handmade Messe in Braunschweig gekauft. Dann ging es ans übersetzen der Anleitung. Der Einfachheit halber bin ich bei den inch-Maßen geblieben und habe mir noch ein Patchwork-Linel mit der Größe von 6x24 inch zugelegt, das entspricht etwa 15x60 cm. 

Stoffe waschen, bügeln und mit der grooooooooßen Schneidematte von Frau Nachbarin die Streifen, Rechtecke und Quadrate zuscheiden, alles in kleine Tüten sortieren und etwa 5 Spulenkapseln mit weißem Garn aufspulen...

Elefant für Elefant, Blume um Blume und die anderen Motive sind dann in etwa 6 Wochen Näharbeit entstanden. Ich war froh das meine Nähmaschine über einen großen Quilttisch und ein 1/4 inch Fuß verfügt. Genauso lang wie das Nähen hat sicherlich auch das Bügeln nach jeder Naht gebraucht...

Das Top habe ich mit etwa 1cm starkem Vlies gefüttert und das grau-blau der Elefanten mit einem Streifen von bunten Tupfen (von Buttinette) gedoppelt, mit Zickzack in den Zwischenräumen und geraden Nähten entlang der Motive zusammengestellt (gequiltet) und abschliesend den Rand 1,5cm breit eingeschlagen.

Die Decke hat eine fertige Größe von etwa 110x140cm.






Die Katze mag die Decke sehr.... Und Sohnemann hat jetzt die ersten Krabbelversuche daraf gemacht.
Ich hätte nicht gedacht das es alles so schnell genäht ist, ein bisschen sauberer hätte es sein können. Die Ungenauigkeit liegt aber meist am Einhalten (oder eben nicht-einhalten) der Nahtzugabe von 1/4 inch. Hier müsste ich noch mal auf Milimeterpapier (oder besser inch-Papier) die genaue Nadelposition einstellen.

Solche Projekte reizen mich enorm. Ich denke erst mal ein paar Tage darüber nach, plane alles ganz genau, mache Tabellen und Notizen und wenn es dann los geht kann ich meist gar nicht mehr aufhören.
Nur Mut , auch die größten Decken fangen mit einer Naht an!

Eure Frau Distel

Montag, 27. April 2015

Affengeil :)

Heute gibt es ein neues Kuscheltier für den Zwergenkönig.





man nehme:


  • ein Paar Socken
    ob gestreift, gepunktet oder uni ist egal. Wichtig ist nur das es dicht gestrickte Socken sind, sonst scheint dann später die Füllwatte durch die Maschen.
    Je nach Fußlänge wird der Körper entsprechend größer, die Beinlänge entscheidet später über die Arme und Beine des Tieres.
  • Filz in weiß für die Augen
  • Filz in passender Farbe für das Stopfen des Schwanzes
  • Stickgarn für die Augen
    4-fädig geht ganz gut
  • Nähmaschine (wer hat)
  • Füllwatte
  • Stecknadeln, Faden und Schere
  • eine Stunde Zeit (z.B. wenn das Baby schläft :)


  1. Die Socken werden auf links gedreht und gebügelt. Eventuell das Bündchen aufschneiden. 
  2. Dann werden die Beine abgesteppt. 
  3. Aus der anderen Socke den Schwanz, Arme und Ohren steppen und ausschneiden.
    Das Mundteil ist bei meinem Affen aus einer beige farbenen Socke entstanden. 
  4. Alle Teile - außer dem Schwanz - wenden und mit Füllwatte gut ausstopfen. 
  5. Für den Schwanz ein farblich passendes Filzstück fingerdick aufrollen , ringsrum mit kleinen Stichen fixieren und in den Schwanz schieben.
  6. Die Öffnung am Körper verschliesen.
  7. Schwanz, Arme. Ohren und Schnauze annähen.
  8. Aus weißem Filz die Augen schneiden und aufnähen
  9. für kleine Menschen: Pupillen aufsticken / für große Menschen: Knöpfe annähen
  10. Mund aufsticken und
  11. fertig ist der Sockenaffe!
Alle Nähte müssen kindersicher vernäht sein!
Ich habe nach dieser Anleitung hier gearbeitet.

Mein Sohn kann mit den Armen und Beinen greifen lernen und die Streifen findet er toll!


Liebe Grüße
Eure Frau Distel